Künstler Hautnah | Beethoven und die Frauen
Christoph Soldan (Klavier, Moderation) I Nadine Oberender (Lesung, Moderation)
Ein Abend zwischen Leidenschaft und Musik: Im Zentrum dieses Lesekonzerts stehen Briefe aus dem bewegenden Austausch zwischen Ludwig van Beethoven und Josephine Gräfin von Deym. Die Korrespondenz eröffnet einen intimen Blick auf eine Beziehung, die von inniger Liebe, gesellschaftlichen Zwängen und künstlerischer Inspiration geprägt war.
Beethoven fühlte sich der ungarischen Adelsfamilie Brunsvik besonders verbunden. Mehrere Klaviersonaten widmete er ihren Mitgliedern – darunter die leidenschaftliche Klaviersonate Nr. 23 in f-Moll, op. 57 für Franz von Brunsvik, die zu den berühmtesten Werken des 19. Jahrhunderts zählt. Ihr gegenüber steht die lyrische, zweisätzige Klaviersonate Nr. 24 in Fis-Dur, op.78, adressiert an dessen Schwester Therese und daher mit dem Beinamen „à Thérèse“ versehen.
Zwischen Lesung und Musik entfaltet sich so ein Panorama von Beethovens Gefühlswelt. Am Ende richtet sich der Blick auf ein bis heute bewegendes Dokument: den rätselhaften Liebesbrief mit den Worten „Mein Engel, mein Alles, mein Ich“. Wer war die geheimnisvolle Adressatin?
Der Abend mit Christoph Soldan und Nadine Oberender findet im Rahmen des besonderen Formats Künstler hautnah statt. Dort nimmt das Publikum direkt auf der Bühne Platz, also in unmittelbarer Nähe zum Künstler oder zur Künstlerin.
Foto: Christoph Soldan
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