Das Schweigen brechen
Über 300.000 Menschen wurden während des Nationalsozialismus Opfer der sogenannten NS-„Euthanasie“-Morde. Die „Gedenkinitiative für NS-‚Euthanasie‘-Opfer“ aus München bricht das Schweigen. Sie engagiert sich für das Gedenken und setzt sich mit dem Leben und Schicksal der Menschen auseinander.
Der Film Das Schweigen brechen (2025) folgt vier persönlichen Recherchen und zeigt, wie die Verdrängung der Ermordung von Patientinnen, Patienten und Menschen mit Pflegebedarf im familiären Gedächtnis bis heute tiefe Wunden hinterlässt. Im Anschluss sprechen wir gemeinsam mit Angehörigen und der Historikerin Dr. Sibylle von Tiedemann, über ihr Engagement für Opfer und wie die fortdauernde Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen zum Teil bis heute das Erinnern erschwert.
Das Filmgespräch ist eine Kooperation mit der Gedenkinitiative und Teil der halbjährlichen Gesprächsabende des Erinnerungsort Flachsröste Lohhof. Gemeinsam mit Initiativen und Forschenden aus München und Umgebung sprechen wir über Wege einer lebendigen Erinnerungskultur im Lokalen.
Eintritt frei. Zur Raumplanung danken wir für eine formlose Anmeldung unter erinnerungsort@ush.bayern.de.