Alles spricht

Nicolò Targhettas Roman "Alles spricht" erzählt die Geschichte einer Frau (ihr Name wird nicht genannt) in den Dreißigern, die in der üblichen Unsicherheit des heutigen Italiens lebt und plötzlich ihren Freund, ihr Haus und ihren Job verliert. Die Geschichte entfaltet sich in einer Abfolge von wenigen Tagen, in denen sie bei einer Freundin Zuflucht sucht, eine flüchtige Affäre mit einem Mann hat, den sie auf Tinder kennengelernt hat und von dem sie befürchtet, schwanger zu sein. Gespickt wird das Ganze mit Rückblenden in ihre Vergangenheit und kontinuierlichen Dialogen mit den Dingen um sie herum. Obwohl sie innerhalb kurzer Zeit alles verliert, ist der Roman keine Geschichte über Verlust, sondern vor allem über das Suchen: die Suche nach sich selbst. Die Depression, die aus privaten wie beruflichen Misserfolgen erwächst, ist einer der roten Fäden dieses Romans, der sich mit dem verborgenen, aber hartnäckigen Wunsch, wieder aufzustehen, weiterzugehen und der ständigen Suche nach dem Glück verbindet.

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