Die Frau im Atelier

Marius lebt sehr zurückgezogen, Menschen tun ihm nicht gut. Er malt obsessiv Bilder von einer dunkelblonden Frau, sein Alltag ist von Zwängen bestimmt. Nach und nach erfährt man, dass Marius mit einem verwachsenen Ohr auf die Welt kam. Er wurde von anderen Kindern zwar gehänselt, wollte sich aber aus Angst dennoch keiner Operation unterziehen. Die Eltern haben sich darüber gestritten, was das Beste für Marius sei. So kam es zu einem tragischen Vorfall und Marius, damals 6 Jahre alt, fühlt sich für den Tod der Mutter verantwortlich. Die Großmutter stirbt kurz darauf, der Vater verfällt dem Alkohol, Marius hört auf zu sprechen und entwickelt Zwänge. Als Erwachsener lässt er niemanden an sich heran und fühlt sich dann immer wieder darin bestätigt, nicht liebenswert zu sein. Marius' Welt gerät aus den Fugen, als er Colette kennenlernt, die große Ähnlichkeit mit der Frau auf seinen Gemälden hat ...
Ein sehr berührendes und nachdenklich stimmendes Buch über traumatische Kindheitserfahrungen, psychische Krankheiten und darüber, wie schwer es Menschen mit Fehlbildungen in der Gesellschaft teilweise haben.

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