Always happy hour : Erzählungen

Gierig nach romantischen Gefühlen wissen die Frauen in Mary Millers Kurzgeschichten nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Orientierungslos verbringen die Frauen ihre Zeit in Shopping Malls, Drogerien, Bars oder Fast-Food-Restaurants. Doch alle Frauen haben eines gemeinsam: Auf unterschiedliche Art ringen sie um ihr Leben und um Liebe. Und ständig treffen sie falsche Entscheidungen, sind dysfunktional oder überängstlich, leben in emotionaler Abhängigkeit oder gehen völlig unbewegt oder in fortgeschrittener Einsamkeit durchs Leben. Einen Namen haben all diese elf Frauen nicht, denn warum sollte sich die Autorin mit solch banalen Formalien aufhalten? – Die Leserschaft wird mit den Protagonistinnen fremde Wohnungen erkunden, hinterlassene Notizzettel lesen und feststellen, dass sie an Routinen im Alltag festhalten. In den Skizzen der verschiedenen Frauen stehen sich Wunsch und Wirklichkeit kontrovers gegenüber, doch mit Selbsterkenntnis und Selbstironie ist festzustellen, dass sich am Ende die Nähe zwischen zwei Menschen famos anfühlt.

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