Levi

Der unerwartete Tod der Mutter hat Levi völlig aus der Bahn geworfen. Und auch der Vater ist ihm weder Stütze noch Trost. In einer Kurzschlusshandlung stiehlt Levi die Urne seiner Mutter und flieht damit vom Friedhof. Sein Zufluchtsort, der Dachboden, zwei Stockwerke über der eigenen Wohnung in Berlin, bewahrt ihn vor dem Zorn des Vaters. Einzig Vincent, der undurchsichtige, aber empathische Nachbar, und Kolja, Kioskbesitzer und ehemaliger Kriegsfotograf, finden Zugang zu dem Jungen. Aus der kindlichen Sicht Levis erfährt man bruchstückhaft, wie konfliktbeladen das familiäre Miteinander war, wie stark die berufsbedingten Wohnortwechsel den Jungen belasteten und wie fremd ihm der Vater eigentlich ist. Die Autorin erzählt in diesem Debüt ausdrucksstark und mit tragikomischen Elementen von Tod und Trauer, von Traumatisierung und Hilflosigkeit.
Ein berührendes Buch über das Erwachsenwerden.

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